Samstag, 07.12.2019 18:16 Uhr

Gerettet – auf Zeit

Verantwortlicher Autor: Landschaftsverband Rheinland Köln, 03.12.2019, 17:34 Uhr
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Köln [ENA] Gerettet – auf Zeit. LVR und Lern- und Gedenkort Jawne e.V. präsentieren Ausstellung zu Schicksalen ehemaliger „Kindertransportkinder“ / 1.000 jüdische Kinder wurden durch 17 Kindertransporte nach Belgien 1938/1939 gerettet. Bis zum 2. Februar 2020 zeigen der Landschaftsverband Rheinland (LVR) und der Lern- und Gedenkort Jawne e.V. im LVR-Landeshaus in Köln-Deutz die Ausstellung „Gerettet – auf Zeit.

Kindertransporte nach Belgien 1938/1939“. Damit wird ein nahezu unbekanntes Kapitel deutscher Geschichte präsentiert. Die Ausstellung erzählt Rettungsgeschichten und außergewöhnliche Lebenswege von etwa tausend jüdischen Kindern, die in den Jahren 1938/1939 aus dem gesamten damaligen Deutschen Reich der Ausgrenzung und Verfolgung durch die Nationalsozialisten entkamen. In 17 Kindertransporten wurden sie nach Belgien in Sicherheit gebracht – eine nur vorläufige Sicherheit, wie sich spätestens nach der deutschen Besetzung Belgiens im Mai 1940 herausstellte. Möglich wurden die Transporte der Kinder durch das außergewöhnliche Engagement vieler Organisationen und Menschen in Belgien und im ehemaligen Deutschen Reich.

Im Beisein von ehemaligen „Kindertransportkindern“ und etwa 200 weiteren Gästen eröffnete Anne-Henk-Hollstein, Vorsitzende der Landschaftsversammlung Rheinland, die Ausstellung und machte deutlich, dass die stete Auseinandersetzung mit diesem Kapitel deutscher Geschichte wichtiger denn je ist: „Gerade in den letzten Jahren wird die deutsche Erinnerungskultur immer wieder diskreditiert – nicht zuletzt in deutschen Landtagen oder im Bundestag. Menschen und Initiativen, die an das Unrecht in der NS-Zeit erinnern, werden hämisch als ‚Gutmenschen‘ bezeichnet.

Zur Erinnerungskultur des Landschaftsverbandes Rheinland gehört es, dass wir uns mit unterschiedlichsten Aktivitäten kritisch unserer eigenen Geschichte in der NS-Zeit sowie in der Nachkriegszeit stellen und damit an begangenes Unrecht erinnern.“ Die Ausstellung ist bis zum 2. Februar 2020 im Landeshaus des LVR, Kennedy-Ufer 2, in Köln-Deutz zu sehen. Sie ist montags bis freitags und sonntags von 8 bis 18 Uhr zu sehen.

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